satellite_galileo

Satellitennavigationssystem Galileo

Am Anfang des Artikels die Antwort zu der Frage: Warum muss es ein weiteres Satelliten Navigationssystem geben, wenn doch schon ein bekanntes GPS heute doch so wunderbar funktioniert?

Die Antwort: Das GPSSystem (Global Positioning System) wird von der Regierung der USA betrieben, und ist ursprünglich für militärische Zwecke entwickelt worden. Zwar gibt auch eine öffentliche Nutzung. Aber die Europäer hatten den Wunsch, selbst ein eigenes ziviles Satellitensystem zu entwickeln, um somit möglichst unabhängiger zu sein. Natürlich auch deshalb, weil die USA zu Krisenzeiten seine Signale einschränken kann, und diese führt zur Ungenauigkeit bis hin zu sehr schlechter Empfangsqualität.

Natürlich spielt auch hier die Verdienstmöglichkeit eine sehr große Rolle. Und Geld verdienen kann man mit der Geräteherstellung und all den Zusatzdiensten auch, so dass europäische Firmen es hier dank Galileo auf dem Weltmarkt leichter haben könnten.

galileo_logo-svg

Galileo stellt seine ersten Dienste bereit

Momentan besteht die Galileo Konstellation aus 18 Satelliten, aber die Anzahl wird bis zum Jahre 2020 auf 30 Satelliten gesteigert. Dies führt zu sehr genauen Messergebnissen bei. Galileo wird künftig Behörden, Unternehmen, Bürgerinnen, und Bürgern in Verbindung mit GPS unterschiedliche kostenlose Dienstleistungen anbieten. Seit Donnerstag bietet Galileo auch schon seine ersten Dienste an, wie die Europäische Kommission es mitgeteilt hat. Das bedeutet das GalileoSatelliten und die zugehörige Bodenstruktur nun betriebsbereit sind.

Folgende kostenlose Dienstleistungen sind zu erwarten

Unterstützung bei Rettungsmaßnahmen, präzisere Navigation, bessere Synchronisierung für kritische Infrastrukturen und sichere Dienstleistungen für Behörden.

Ab 2018 werden dann auch die ersten Fahrzeuge mit der Galileo ausgerüstet sein, alle neuen Fahrzeugmodelle in Europa. Insbesondere bei der Navigation in den städtischen Gebieten wo mittlerweile wegen vieler Gebäuden Signale gestört senden, können durch Galileo Vorteile in den genaueren Positionsbestimmungen erfolgen. Das erste Galileo-Smartphone des spanischen Unternehmens BQ ist bereits auf dem Markt, die Konkurrenz dürfte bald nachziehen die Entwickler von Anwendungen können ihre Ideen so auch mit wirklichen Signalen testen.

Satellitennavigationssystem Galileo stellt erste Dienste bereit